Die Anwendungsbereiche
Mediation ist vielseitig anwendbar: wenn Betroffene einen Konflikt austragen, wenn Verhandlungen stagnieren, wenn Verständnis und Kommunikation blockiert sind oder wenn Betroffene eine andere Möglichkeit der Konfliktbewältigung als den Rechtsweg suchen. Das IfM setzt sich für die Mediation in allen Bereichen ein.
Anforderungen an Mediatorinnen und Mediatoren
Zu den wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten eines Mediators, respektive einer Mediatorin gehören:
- Akzeptieren von Konflikten als natürliche und kraftvolle Lebensphänomene
- Interessenunabhängigkeit oder Interessentransparenz
- Neutralität respektive Allparteilichkeit und Eigenständigkeit
- Unvoreingenommenheit in Bezug auf Personen, Sachverhalte, Lösungen und Verfahren
- Akzeptieren der Eigenart der Menschen, ohne zu bewerten oder zu verurteilen
- echtes Interesse und vertieftes Verständnis für andere
- Bewusstheit seiner selbst, seiner eigenen Empfindungen und inneren Abläufe
- Fähigkeit, so auf die Mediationsteilnehmenden einzugehen, dass sie ihre gegenseitige Beziehung und ihre Konfliktlösung weitgehend selber gestalten können
- Fähigkeit, Konflikt verschärfende Strategien und blockierende Kommunikations- und Beziehungsmuster zu erkennen und aufzulösen.
Die Mitglieder des Instituts für Mediation sind mit der hier dargestellten mediativen Haltung und im Sinn der hier gegebenen Mediationsdefinition tätig.
Die Anforderungen an professionelle Mediatorinnen und Mediatoren sowie die Berechtigung zur Bezeichnung «Mediatorin, Mediator SDM» sind in den Ausbildungsstandards des Schweizerischen Dachverbandes für Mediation SDM-FSM festgelegt.
